Freigang

24.05.2017
15:49
Musikalische Reise der Zupfmusik
Vor einigen Tagen am 30. April war es wieder so weit.
Im besonderen Rahmen eines Treffens der Zupfmusiker reiste das Anhaltinische Zupforchester / Ensemble der Musikschule „Kurt Weill“ unter der Leitung von Adda Noack zum zweiten Mal nach Wien, um das Neue Favoritner Mandolinenorchester zu besuchen.
Gepaart mit einigen wenigen Stunden Besichtigung der Wiener Kulturstadt gipfelte das Treffen in einem gemeinsamen Konzert im Festsaal Simm City. Ein Saal, in dem schon Boney M. und Band Ideal sangen und Theaterabende, Bälle und Ausstellungen stattfanden. Nun begeisterten die zwei Mandolinenorchester mit einer musikalischen Auswahl von Klassik bis zur Moderne die Wiener Zuhörer. Eindrucksvoll erklangen Stücke von Antonio Vivaldi, George Gershwin bis hin zum Superhit von Michael Jackson „Earth Song“. Als weitere Gäste präsentierten sich die Soloflötistin Daniela Apostol-Kramarz aus Dessau, die Sopranistin Graziella Morina und die Violinistin Christine Schwarzinger aus Wien. Der Schauspieler und Kabarettist Robert Kolar moderierte das Konzert und fand mit seinem Wortwitz immer wieder fröhlichen Zuspruch des Publikums.
Die beiden musikalischen Leiter und Dirigenten Adda Noack (AZO Dessau) und Heinz Koihser (NFMO Wien) haben beide Ensembles hervorragend auf diesen Nachmittag vorbereitet, was sich in der Spielfreude aller Musiker bemerkbar machte. So wurden auch die von beiden Klangkörpern gemeinsam aufgeführten Musikstücke zu echten Highlights. Unter der Leitung von Adda Noack war dies zum einen „The Song of Japanese Autumn“ von Yasuo Kuwahara und zum anderen unter der Führung von Heinz Koihser „Mister Sandman“ von Pat Ballard – ein schwungvoller Abschied von einem unterhaltsamen Konzertnachmittag, den das Publikum wieder einmal als viel zu kurz empfand und dies mit einem nicht enden wollenden Beifall zum Ausdruck brachte.

Die nächste Möglichkeit für alle Freunde hier, das Anhaltinische Zupforchester mit seinem neuen Programm zu erleben, gibt es im Herbst, am 04.November, im Konzertsaal des Veranstaltungszentrums Golfpark in Dessau.

Um weiterhin die Tradition des Zupforchesters zu fördern, sind engagierte Instrumentalisten der Mandoline, Mandola, Gitarre oder Bass aller Altersklassen eingeladen, bei den wöchentlichen Proben (­www.­anhaltinisches-­zupforchester.­de)­ mitzuspielen. Diese besondere Musik ist mit Sicherheit auch für den Nachwuchs eine Bereicherung.
„Die Musik ist eine Gabe und Geschenk Gottes, die den Teufel vertreibt und die Leute fröhlich macht.“ Martin Luther.

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10.01.2016
21:35

Zupforchester begeistert
Konzert in Dessau und Zerbst
Mit dem Konzert in Zerbst in der St. Trinitatis-Kirche am Sonnabend hat das Anhaltinische Zupforchester seine Veranstaltungsreihe
im November beendet. Nach zwei Konzerten am ersten Wochenende des Monats in Dessau hatten die Musiker nun noch den Auftritt in der Nachbarstadt angeschlossen. Dabei sind sie auf begeisterte Zuhörer gestoßen. In der ausverkauften Marienkirche hatte das Konzert das Anhaltinischen Zupforchesters unter Leitung von Adda Noack die Besucher ebenso begeistert wie in der Melanchthonkirche in Alten. Als besonderen Höhepunkt hatte sich das Zupforchester
in seinem 96. Jahr Gäste eingeladen. Die jungen Stimmen des Kinderchores des Anhaltischen Theaters und des Vokalensembles der Musikschule "Kurt Weill" verzauberten mit den Liedern
aus dem Film ,Les Choristes - Die Kinder des Monsieur Mathieu, ihr Publikum.
Das Zupforchester wird im Dezember noch bei verschiedenen Konzerten mitwirken.

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17.08.2014
18:26
Dessau/MZ 06.05.2014
Wien zu Gast in Dessau
Klassische und zeitgenössische Musik erklang am Sonnabend in der Marienkirche beim Konzert des Neuen Favoritner Mandolienenorchesters Wien und des Anhaltinischen Zupforchesters. Die Wiener Musiker waren am Wochenende zum Gegenbesuch in der Stadt, nachdem die Dessauer Gitarristen und Mandolinisten vor einem Jahr in Wien aufgespielt hatten. Besonderen Beifall bekamen die Musiker für ihren gemeinsamen Konzert-Part. Beeindruckend erinnerten sie u.a. mit dem "Song of Japanese Autumn" an das Werk des japanischen Mandolinisten und Komponisten für Zupfmusik, Yasuo Kuwahara. Vor nahezu ausverkaufter Marienkirche führte mit Felix Losert der leitende Dramaturg Musiktheater des Anhaltischen Theaters durch das Programm. Bariton Adam Fenger musizierte sowohl mit den Wienern als auch mit den Dessauern. Beide Leiter der Orchester, Heinz Koihser und Adda Noack, sind daran interessiert, dass diese Partnerschaft weiter mit Leben erfüllt wird.

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13.05.2013
07:50
DESSAU/MZ 04.05.2013 von
Thomas Schaarschmidt
- Wie es war, auf einmal in sechzig erwartungsfrohen Dessau-Wiener Augenpaare zu schauen?
Adda Noack lächelt. „Es war
ein tolles, ein schönes Gefühl.“ Keine Spur von Aufregung? „Vielleicht
ein bisschen“, gibt Noack zu, „aber eigentlich würde ich das gemeinsame
Konzert am liebsten gleich
noch mal machen.“
Das Anhaltinische Zupforchester
ist eine Institution in der Musikszene der Region. Seit über neunzig Jahren existiert es, einmal in
der Woche trifft man sich zur Probe in der Dessauer Musikschule, etwa fünf- oder sechsmal im Jahr werden Konzerte aufgeführt. Die
Mitglieder sind über halb Mitteldeutschland verteilt. Es gibt viel Tradition, viel Hingabe und eine klare Selbstdefinition: „Wir wollen
nie langweilen, sondern uns auch mal etwas erlauben“,
sagt Adda Noack. Seit dem vergangenen Wochenende
gilt das nicht nur
musikalisch. Gemeinsam
mit ihrem Orchester war Noack - seit dem Jahr 2004 ist die Gitarrenlehrerin
Dirigentin und musikalische
Leiterin - zu Gast in Wien, um dort gemeinsam mit dem „Neuen Favoritner Mandolinen Orchester“
der österreichischen Hauptstadt ein Konzert zu geben. Nun sind
Auslandsgastspiele für Klangkörper nichts Ungewöhnliches - in diesem
speziellen Falle aber schon.
Denn weder gab es eine Einladung, noch fand ein Festival statt. Das
Dessauer Orchester fuhr aus einem anderen Grund: Es hatte Lust, etwas
Neues zu erleben. „Wir
wollten einfach einmal raus aus dem jährlichen Alltag, etwas anderes machen“,
blickt Brigitte Gräfe -
immerhin schon seit 1955 im Orchester - ein gutes Jahr zurück. Damals half das Internet. „Ehrlich
gesagt haben wir gegoogelt, wo es in Europa ein ähnliches Orchester
wie unseres vom Alter und vom
Programm her gibt“, sagt Adda Noack.
Fündig würde man in Wien -
und schrieb das dortige Orchester an, ob es Interesse an einem Kennenlernen und einem gemeinsamen Auftritt habe. Die Antwort kambald - und man einigte sich auf
das letzte April-Wochenende 2013 als einen Termin.
Das hat das Orchester geprägt, vielleicht sogar etwas verändert.
„Wir sind über die vielen Jahre schon eine gute Gemeinschaft gewesen“,
sagt Brigitte Gräfe, „doch
diese Fahrt hat uns noch einmal näher gebracht.“ Und sie war Ansporn
und Lohn zugleich.
„Solch ein Höhepunkt ist wichtig, um der harten Probenarbeit ein
Ziel zu geben und sich auch wieder auf neue Programme zu freuen“, weiß Adda Noack, die nach der ersten
und einzigen gemeinsamen
Probe in Wien zuversichtlich war. „Natürlich mussten wir uns erst einmal alle aufeinander einstellen,
aber nach einer Weile hat das gut funktioniert.“ Wohl auch, weil man neben dem gemeinsamen Musizieren
auch zusammen Essen ging
und viel voneinander erfuhr.
Das Konzert der 60 Musiker
dann - knapp 400 Besucher waren ins nahezu ausverkaufte Wiener
„Haus der Begegnung“ gekommen
- wurde ein riesiger Erfolg, beide Orchester wurden stürmisch gefeiert.
Und ihre Arbeit, ihr Engagement gewürdigt. „Die Wertschätzung,
die uns dort entgegengebracht
wurde, vermissen wir oft in
Dessau“, sagt Brigitte Gräfe. Schon auf der Rückreise stand für das anhaltinische Orchester und die mitgereisten
Familienmitglieder fest:
Dem Ausflug nach Wien soll irgendwann ein weiterer folgen. Wann, ist zweitrangig. Denn das
Orchester weiß nun: Das nächste
kleine große Abenteuer kommt bestimmt